Die vorklinischen und klinisch-theoretischen Institute und Abteilungen der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum spielen eine zentrale Rolle in der Ausbildung unserer Studierenden und in der medizinischen Forschung. Unsere Institute und Abteilungen sind in ihren jeweiligen Fachgebieten führend und tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung der Medizin bei.
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Abteilung für Translationale und Computergestützte Infektionsforschung
(Prof. Dr. Daniel Todt)
Die Abteilung für Translationale und Computergestützte Infektionsforschung erforscht mit einem interdisziplinären Team aus Virologie, Bioinformatik und Klinik die Infektionsverläufe und Evolution von RNA-Viren wie Hepatitis E, indem sie modernste Sequenzierungs- und Transcriptomics-Methoden mit klinischen Daten verbindet, um maßgeschneiderte Analysewerkzeuge zu entwickeln und funktionale Schlüsselpunkte für Krankheitsentstehung und Therapieansätze zu identifizieren.
Das Institut für Pathologie am BG UK Bergmannsheil Bochum ist ein wichtiger Partner für die medizinische Ausbildung und Diagnostik. Es spielt eine Schlüsselrolle in der Untersuchung von Krankheitsursachen und unterstützt die klinische Forschung und Patientenversorgung.
Das Medizinische Proteom-Center ist ein führendes Institut für Proteom- und Proteinanalytik. Mit modernsten Technologien wie Massenspektrometrie, Proteinbiochips und innovativer Bioinformatik bearbeiten wir Fragestellungen aus der klinischen Medizin sowie den Grundlagenwissenschaften und schaffen neue Perspektiven für die Präzisionsmedizin.
Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie und Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin
Das Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie und Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin teilt sich in zwei Abteilungen:
Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV
Das Institut für Prävention und Arbeitsmedizin (IPA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ist ein Vorreiter in der arbeitsmedizinischen Forschung. Es bildet die Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung und praktischen Maßnahmen für den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und in Bildungseinrichtun
(Prof. Dr. Thomas Brüning; Prof. Dr. Thomas Behrens; Dr. Thorsten Wiethege)
Das Institut für Diversitätsmedizin an der Ruhr-Universität Bochum ist das erste seiner Art in Deutschland. Es widmet sich der Erforschung individueller Unterschiede – etwa in Herkunft, Geschlecht, sozialem Umfeld oder biologischen Faktoren – und deren Einfluss auf die medizinische Versorgung. Ziel ist es, eine patientenzentrierte und gerechte Medizin zu fördern, die die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegelt.
Durch interdisziplinäre Forschung, innovative Lehrkonzepte und enge Zusammenarbeit mit klinischen Partnern setzt das Institut Impulse für eine Medizin, die niemanden zurücklässt.
(Prof. Dr. Marie von Lilienfeld-Toal; Prof. Dr. Ina Otte; Dr. Nino Chikhradze)
Zentrum für Medizinische Psychologie und Translationale Neurowissenschaften
Unsere interdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle von Psychologie und Medizin untersucht biopsychosoziale Mechanismen und Risikofaktoren bei häufigen Erkrankungen wie chronischen Schmerzen, Angststörungen und Depressionen, um Krankheitsprozesse besser zu verstehen und innovative Behandlungsansätze zu entwickeln.
(Prof. Dr. Sigrid Elsenbruch; Prof. Dr. Adriane Icenhour; Prof. Dr. Dirk Scheele)
Das Institut für Neuroinformatik (INI) ist eine Forschungseinrichtung der Fakultäten für Informatik und Medizin der Ruhr-Universität Bochum. Sein wissenschaftliches Ziel ist es, die grundlegenden Prinzipien zu verstehen, durch die Organismen Verhalten und Kognition erzeugen, während sie über sensorische und motorische (Effektor-)Systeme mit ihrer Umwelt verbunden sind.
Die Abteilung Neurostimulation untersucht klinisch relevante Fragestellungen der Neuropsychiatrie mithilfe computationaler Methoden, mit dem Ziel, neurostimulative Verfahren besser zu verstehen und klinisch nutzbar zu machen.
Die Abteilung für Humangenetik an der Ruhr-Universität Bochum beschäftigt sich mit den genetischen Grundlagen von Gesundheit und Krankheit. Im Fokus stehen die Erforschung, Diagnostik und Beratung bei erblichen Erkrankungen sowie die Analyse genetischer Ursachen komplexer Krankheitsbilder. Ziel ist es, genetisches Wissen für eine präzise medizinische Versorgung nutzbar zu machen.
Durch die enge Verbindung von Forschung, Lehre und klinischer Praxis trägt die Humangenetik zur Weiterentwicklung der personalisierten Medizin bei und vermittelt Studierenden wie Fachkräften fundierte Kenntnisse im Umgang mit genetischen Fragestellungen.
Die Abteilung für Allgemeinmedizin an der Ruhr-Universität Bochum widmet sich der hausärztlichen Versorgung als zentralem Bestandteil des Gesundheitssystems. Sie verbindet praxisnahe Lehre, patientenorientierte Forschung und die Entwicklung innovativer Versorgungskonzepte für die medizinische Betreuung in Stadt und Land.
Durch eine enge Verzahnung von universitärer Ausbildung, klinischer Praxis und regionalen Netzwerken stärkt die Allgemeinmedizin die hausärztliche Versorgung und bereitet Studierende gezielt auf die vielfältigen Anforderungen der Primärmedizin vor.
Abteilung für Molekulare Gastroenterologische Onkologie
(Prof. Dr. Stephan A. Hahn)
Die Abteilung für Molekulare Gastroenterologische Onkologie an der Ruhr-Universität Bochum widmet sich der Erforschung der molekularen Mechanismen von Tumoren im Verdauungstrakt und der Translation dieser Erkenntnisse in Diagnostik und Therapie. Im Zentrum stehen interdisziplinäre Forschung, innovative Lehrangebote und die klinische Anwendung modernster molekulargenetischer Methoden. Ziel ist es, durch ein vertieftes Verständnis der Entstehung und Progression gastroenterologischer Krebserkrankungen zur Weiterentwicklung personalisierter Ansätze in der Onkologie beizutragen.
Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie
(Prof. Dr. Nina Timmesfeld)
Die Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie an der Ruhr-Universität Bochum verbindet methodische Expertise mit medizinischer Forschung und Lehre. Sie vermittelt Studierenden grundlegende Kenntnisse in medizinischer Datenanalyse, evidenzbasierter Forschung und systemgestützter Informationsverarbeitung. Ziel ist es, durch quantitative Methoden und digitale Ansätze klinische Fragestellungen besser zu verstehen, wissenschaftliche Studien zu gestalten und die Nutzung von Daten in der Medizin fundiert zu unterstützen.
Die Abteilung für Molekulare Immunologie an der Ruhr‑Universität Bochum erforscht die molekularen Grundlagen des Immunsystems und deren Rolle bei Gesundheit und Krankheit. Sie vermittelt Studierenden zentrale Kenntnisse in Immunologie und modernen Methoden der biomedizinischen Forschung.
Die Abteilung für Affektive Neurowissenschaften an der Ruhr‑Universität Bochum untersucht die neuronalen Grundlagen von Emotionen, Stimmung und verwandten Prozessen. Sie verbindet Grundlagenforschung mit psychologischen und translationalen Ansätzen, um zu verstehen, wie Gefühle Gehirnfunktionen und Gesundheit beeinflussen.
Abteilung für Biophysik mit Schwerpunkt Spacial Biology in Translationaler Medizin
(Prof. Johannes Karges)
Wir entwickeln innovative Tumortherapien, die das Leiden der Patienten minimieren und die Behandlungsergebnisse verbessern. Wir überdenken chemotherapeutische Strategien, decken neue Wirkmechanismen auf und entwickeln ortsspezifische Therapeutika. Im Mittelpunkt unserer Forschung steht das Verständnis, wie metallhaltige Verbindungen zelluläre Prozesse beeinflussen, um neue biologische Signalwege aufzudecken und zu modulieren. Die daraus resultierende neue Klasse therapeutischer Metallkomplexe soll in Zukunft eine wirksamere Behandlung von Krebstumoren ermöglichen.