Integrierter Reformstudiengang Medizin (iRM)
An der Ruhr-Universität Bochum erwartet Sie der integrierte Reformstudiengang Medizin (iRM) mit dem Ausbildungsziel Ärztin bzw. Arzt. Der Studiengang baut auf mehr als zehn Jahren Erfahrung der Medizinischen Fakultät mit modernen Lehr- und Lernformen auf und verbindet wissenschaftliche Grundlagen konsequent mit praktischer Anwendung.
Der integrierte Reformstudiengang verfolgt einen themenorientierten Ansatz. Anstatt einzelne Fächer isoliert zu behandeln, werden Organsysteme und Krankheitsbilder in einem fächerübergreifend abgestimmten Curriculum vermittelt. Dadurch lernen Studierende medizinische Inhalte von Beginn an im Zusammenhang zu verstehen.
Gleichzeitig ist der Studiengang bewusst reformiert gestaltet. Solide theoretische Grundlagen werden in systematischen Vorlesungen vermittelt und von Anfang an mit einem ausgeprägten Praxis- und Patientenbezug verknüpft. In Lern- und Arbeitsteams übernehmen Studierende im problemorientierten Lernen aktiv Verantwortung für ihren Lernprozess. Praktische Übungen und Praktika ermöglichen es, erlernte Inhalte direkt anzuwenden und ärztliche Fertigkeiten für den klinischen Alltag zu entwickeln.
Der Studiengang ist zudem auf die aktuellen Anforderungen des ärztlichen Berufs ausgerichtet. Neben medizinischem Fachwissen werden kommunikative Kompetenzen sowie ethische, gesellschaftliche und ökonomische Aspekte der Medizin vermittelt.
Download des Curriculums des intergrierten Refomstudiengangs Medizin (IRM)
Aufbau des Medizinstudiums
Das Medizinstudium in Deutschland ist bundesweit durch die Ärztliche Approbationsordnung (ÄAppO) geregelt und dauert sechs Jahre und drei Monate. An der Ruhr-Universität Bochum beginnt das Studium ausschließlich zum Wintersemester.
Es gliedert sich in einen vorklinischen Studienabschnitt von zwei Jahren und einen klinischen Studienabschnitt von vier Jahren, einschließlich des Praktischen Jahres. Jeder Abschnitt wird durch staatliche Prüfungen abgeschlossen. Das Physikum bildet den Übergang in den klinischen Studienabschnitt. Der Dritte Abschnitt der Ärztlichen Prüfung findet nach dem Praktischen Jahr statt und schließt das universitäre Medizinstudium ab.
Vorklinischer Studienabschnitt
Bereits ab dem ersten Semester werden naturwissenschaftliche und medizinische Grundlagen systematisch mit klinisch relevanten Inhalten verknüpft. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Praxis- und Patientenbezug.
In kleinen Gruppen von etwa zehn Studierenden werden im problemorientierten Lernen (POL) konkrete Patientenfälle bearbeitet und theoretische Kenntnisse auf die medizinische Praxis übertragen. Ergänzend dazu werden ärztliche Fertigkeiten wie Anamneseerhebung und körperliche Untersuchung sowie kommunikative Kompetenzen trainiert. Auch Grundlagen der Hygiene, des Gesundheitswesens, des Strahlenschutzes und ethische Fragestellungen sind fester Bestandteil des Studiums.
Diese Inhalte bereiten gezielt auf eine Famulatur in einer allgemeinärztlichen Praxis im ersten Studienabschnitt vor. Parallel dazu wird wissenschaftliches Arbeiten in Theorie und Praxis systematisch vermittelt.
Klinischer Studienabschnitt
Im klinischen Studienabschnitt werden die bereits in der Vorklinik erlernten praktischen Fertigkeiten weiterentwickelt, unter anderem in einem semesterübergreifenden Untersuchungskurs. Neu ist zudem die enge thematische Verknüpfung zentraler Fächer wie Innere Medizin, Chirurgie, Neurologie und Psychiatrie.
In interdisziplinären Querschnittsfächern erwerben Studierende fächerübergreifende Kenntnisse. Die ärztliche Interaktion – also der professionelle Umgang mit Patientinnen und Patienten – ist in allen klinischen Semestern fest im Unterricht verankert. Durch die Famulaturen werden Studierende über die regulären Lehrveranstaltungen hinaus intensiv in die klinischen Abläufe eingebunden.
Studium im regionalen Klinikverbund
Ein besonderer Vorteil des Studiums in Bochum ist der Zugang zu einem bundesweit einzigartigen Klinikverbund mit über 5.600 Patientenbetten. Dieser Zusammenschluss mehrerer regionaler Krankenhäuser ermöglicht frühzeitig realistische Einblicke in den späteren ärztlichen Berufsalltag.
Neben den Kliniken in Bochum und Herne sind auch Krankenhäuser in Ostwestfalen-Lippe in die universitäre Lehre eingebunden.
Das Praktische Jahr (PJ)
Das Praktische Jahr (PJ) bildet den Abschluss des Medizinstudiums. Es besteht aus einer durchgehenden praktischen Ausbildung über 48 Wochen, die sich in drei Tertiale zu jeweils 16 Wochen gliedert.
Das PJ umfasst die Pflichtbereiche Innere Medizin und Chirurgie sowie ein frei wählbares, anerkanntes Fachgebiet. Die Ausbildung kann an einem Universitätsklinikum oder einem anerkannten akademischen Lehrkrankenhaus in ganz Deutschland absolviert werden.
Weiterführende Informationen finden Sie im Bereich Praktisches Jahr (PJ) der Medizinischen Fakultät.