Neues von der Medizinischen Fakultät in Bochum
Hier finden Sie aktuelle Nachrichten und Pressemitteilungen der Medizinischen Fakultät der Ruhr Universität Bochum.
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Nachrichten
Dritter Kardiovaskulärer Kongress
Das internationales Fortbildungssymposium zum Thema „Personalisierte Medizin im kardiometabolischen Spektrum: Von Mechanismen zu therapeutischen Zielen“ bringt führende nationale und internationale Expertinnen und Experten der klinischen und translationalen Kardiologie zusammen. Das Programm vereint hochkarätige Beiträge aus Kardiologie, Herzchirurgie und angrenzenden Fachgebieten und bietet einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen. Im Fokus des interaktiven Symposiums stehen neueste Fortschritte in den Bereichen Herzinsuffizienz, Rhythmologie, Herzklappeninterventionen sowie der translationalen kardiovaskulären Forschung. Neben diagnostischen und therapeutischen Innovationen werden auch aktuelle Erkenntnisse zu molekularen Pathomechanismen beleuchtet. Erstmals werden ausgewählte Programmpunkte zudem in deutscher Sprache angeboten und ergänzen den internationalen Charakter der Veranstaltung.
Cardio-Update Ruhr
Erstmals laden die herzmedizinischen Universitätskliniken Bochum und Herne der Ruhr-Universität Bochum zu einer gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung ein. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen aus Kardiologie und Herzchirurgie, die gemeinsam mit renommierten Vortragenden diskutiert werden. Dabei geht es um zentrale Fragen der modernen Herzmedizin: Welche neuen Studien werden die klinische Versorgung prägen? In welche Richtung entwickelt sich die kardiovaskuläre Medizin in den kommenden Jahren? Und welche Perspektiven eröffnet der Einsatz künstlicher Intelligenz? Die Veranstaltung findet am 24.06.2026 ab 16:00 Uhr statt.
Inside RUB – Informationstag für Studieninteressierte
Tauchen Sie ein in die Welt der Medizin an der Ruhr-Universität Bochum! Erleben Sie hautnah, wie spannend und vielseitig das Medizinstudium ist. Von informativen Vorträgen über den Weg in den Arztberuf bis hin zu interaktiven Workshops – während des Programms stehen Ihre Fragen und Interessen im Mittelpunkt. Kommen Sie vorbei und starten Sie Ihre Reise in die Medizin!
TMF-School 2026
Die TMF-School vom 10. bis 12. Juni 2026 bietet im Elbe Resort Alte Ölmühle in Wittenberge ein kompaktes, praxisorientiertes Weiterbildungsformat für Forschende in der biomedizinischen Verbundforschung. Unter dem Titel „Von der Studienidee bis zur Publikation: Datenkompetenz für FAIRe Gesundheitsforschung“ vermittelt das interdisziplinäre Programm grundlegende Methodenkompetenzen entlang aller Phasen einer Studie – von der Konzeption bis zur Datenauswertung. Teilnehmende erhalten einen strukturierten Überblick über relevante Werkzeuge und Herausforderungen im Studienalltag und profitieren vom Austausch mit Expertinnen und Experten sowie anderen Forschenden. Ziel ist es, datenbezogene Kompetenzen zu stärken und interdisziplinäre Zusammenarbeit gezielt zu fördern.
Wenn Webseiten automatisch unwiderstehlich anziehen
Warum übt das Internet auf manche Menschen eine so starke Anziehung aus? Eine internationale Studie unter Beteiligung von Prof. Dr. Martin Diers von der Ruhr-Universität Bochum zeigt, dass Personen mit problematischer Internetnutzung deutlich stärker auf suchtrelevante Reize reagieren – oft unbewusst. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise darauf, wie Risikogruppen erkannt und neue Trainingsansätze für den Umgang mit digitalen Versuchungen entwickelt werden können.
LWL-Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin unter neuer ärztlicher Leitung
Neuer Impuls für die Psychosomatische Medizin in Bochum: Prof. Dr. Georgios Paslakis übernimmt die Leitung der Klinik am LWL-Universitätsklinikum und den Lehrstuhl an der Ruhr-Universität Bochum. Mit einem klaren Fokus auf bislang unterrepräsentierte Patient und geschlechtersensible Forschung will er klinische Exzellenz und innovative Wissenschaft enger miteinander verzahnen.
Sebastian Merkel erforscht technische Neuerungen im Gesundheitswesen
Digitale Innovationen verändern Medizin und Pflege rasant: Apps und KI-Anwendungen versprechen Entlastung, bessere Versorgung und effizientere Abläufe. Doch wie wirken sich diese Technologien tatsächlich im Alltag aus? An der Ruhr-Universität Bochum geht Prof. Dr. Sebastian Merkel dieser Frage auf den Grund – und beleuchtet dabei nicht nur Nutzen und Risiken, sondern vor allem die oft unterschätzten sozialen Folgen für Patient*innen, Pflegepersonal und das gesamte Gesundheitssystem.
Fakultätsratswahlen 2026
Die Wahlvorschläge für die Fakultätsratwahlen 2026 sind veröffentlicht. Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf "Mehr lesen".
Neues Zentrum für Psychologie und Translationale Neurowissenschaften
Mit dem neuen Zentrum für Medizinische Psychologie und Translationale Neurowissenschaften stärken Sigrid Elsenbruch, Adriane Icenhour und Dirk Scheele an der Ruhr-Universität Bochum die interdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle von Gehirn, Körper und Verhalten. Im Fokus stehen Mechanismen von Schmerz, Stress und sozialer Interaktion – mit dem Ziel, innovative Ansätze für Prävention, Diagnostik und Therapie zu entwickeln und direkt in die klinische Versorgung zu überführen.
Was hinter erblichen Herz-Rhythmus-Störungen steckt
Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Ruhr-Universität Bochum hat neue pathophysiologische Mechanismen des Short-QT-Syndroms aufgeklärt. Im Fokus stehen Mutationen im SLC4A3-Gen, die über eine Erhöhung des intrazellulären pH-Werts zu veränderten Ionenströmen und einer verkürzten Aktionspotenzialdauer führen. Die Studie zeigt, wie diese Veränderungen Arrhythmien begünstigen und liefert zugleich Hinweise auf potenziell wirksame, personalisierte Therapieansätze mit etablierten Antiarrhythmika. Veröffentlicht im European Heart Journal, tragen die Ergebnisse wesentlich zum molekularen Verständnis dieser seltenen, aber lebensbedrohlichen Erkrankung bei.
CRISPR-System hemmt Hepatitis-E-Virus
Ein Team der Ruhr-Universität Bochum zeigt, wie sich das Hepatitis-E-Virus mit modernster CRISPR-Technologie gezielt ausbremsen lässt: In Zellkultur konnte ein RNA-spezifisches CRISPR/Cas13d-System die Virusvermehrung deutlich reduzieren ohne die Wirtszellen zu schädigen. Besonders relevant für die Medizin: Bereits wenige gezielt designte crRNAs reichen aus, um ein breites Spektrum viraler Varianten abzudecken. Die in JHEP Reports veröffentlichten Ergebnisse liefern damit einen vielversprechenden Machbarkeitsnachweis für CRISPR-basierte antivirale Therapien ein Ansatz, der langfristig neue Optionen gegen bislang schwer behandelbare Virusinfektionen wie Hepatitis E eröffnen könnte.
Diskreditierte Studie klärt Fragen zur Versorgung von Brandwunden
Trotz scharfer Kritik liefert eine viel diskutierte Studie der Ruhr-Universität Bochum wichtige Erkenntnisse für die Behandlung schwerer Brandverletzungen. Am Bergmannsheil wurde bereits 2017 untersucht, ob ein etabliertes medizinisches Verfahren die Heilung von Verbrennungswunden verbessern kann – unter streng kontrollierten und gesetzlich geregelten Bedingungen. Die öffentliche Kritik greift dabei zu kurz und verkennt zentrale wissenschaftliche Zusammenhänge. Ein genauer Blick zeigt, wie differenziert die Forschung an der Ruhr-Universität Bochum arbeitet und welchen Beitrag sie zur Verbesserung der Versorgung von Patient*innen leistet.