Neues von der Medizinischen Fakultät in Bochum
Hier finden Sie aktuelle Nachrichten und Pressemitteilungen der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.
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Nachrichten
Warum das Hepatitis-E-Virus keine Mäuse infizieren kann
Forschende der Ruhr-Universität Bochum um die Abteilung Molekulare und Medizinische Virologie haben untersucht, warum Hepatitis-E-Viren Mäuse nicht infizieren können. Die Ergebnisse zeigen, welche zellulären Faktoren die Übertragung zwischen Arten begrenzen.
Melanom-Forschung stärkt personalisierte Immuntherapie
Ein Forschungsprojekt von Dr. Christina Scheel untersucht, wie sich Melanomzellen dem Immunsystem entziehen und warum Immuntherapien nicht bei allen wirken. Ziel ist ein Test, der Therapieerfolge besser vorhersagt und individuellere Behandlungen ermöglicht.
Alzheimer-Biomarker p-tau217 zeigt frühe Schwächen
Der Biomarker p-tau217 gilt als vielversprechend für die Alzheimer-Früherkennung, zeigt jedoch in präklinischen Stadien überraschend geringe Aussagekraft. Die Studie um Prof. Dr. Gerwert stellt etablierte Annahmen infrage und könnte die Entwicklung künftiger Diagnostik beeinflussen.
Muskelorganoide ermöglichen neue Einblicke in Muskelerkrankungen
Forschende in Bochum entwickeln Muskelorganoide, die menschliches Muskelgewebe realistisch nachbilden. Sie eröffnen neue Möglichkeiten, Krankheiten besser zu verstehen und Therapien gezielt zu testen – ein wichtiger Schritt für personalisierte Medizin.
Hepatitis-E-Viren verändern sich früh während Infektion
Forschende zeigen, dass sich Hepatitis-E-Viren bereits früh im Infektionsverlauf genetisch verändern. Diese Anpassungen könnten beeinflussen, wie sich das Virus im Körper ausbreitet und dem Immunsystem entgeht – ein wichtiger Ansatzpunkt für neue Therapien.
Neue Empfehlungen zum Allan-Herndon-Dudley-Syndrom
Eine internationale Leitlinie soll die Diagnose und Behandlung des Allan-Herndon-Dudley-Syndroms verbessern. Forschende haben aktuelle Erkenntnisse zusammengeführt und geben Empfehlungen für eine bessere Versorgung der Betroffenen.
Knochen und Implantate im Chipmodell erforschen
Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum entwickelt 3D-gedruckte Chips, um die Wechselwirkung von Knochenzellen und Implantatmaterialien realitätsnah zu untersuchen. Die Methode soll neue Erkenntnisse für langlebigere Implantate liefern und zugleich dazu beitragen, Tierversuche zu reduzieren.
Wenn Webseiten automatisch unwiderstehlich anziehen
Warum übt das Internet auf manche Menschen eine so starke Anziehung aus? Eine internationale Studie unter Beteiligung von Prof. Dr. Martin Diers von der Ruhr-Universität Bochum zeigt, dass Personen mit problematischer Internetnutzung deutlich stärker auf suchtrelevante Reize reagieren – oft unbewusst. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise darauf, wie Risikogruppen erkannt und neue Trainingsansätze für den Umgang mit digitalen Versuchungen entwickelt werden können.
Was hinter erblichen Herz-Rhythmus-Störungen steckt
Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Ruhr-Universität Bochum hat neue pathophysiologische Mechanismen des Short-QT-Syndroms aufgeklärt. Im Fokus stehen Mutationen im SLC4A3-Gen, die über eine Erhöhung des intrazellulären pH-Werts zu veränderten Ionenströmen und einer verkürzten Aktionspotenzialdauer führen. Die Studie zeigt, wie diese Veränderungen Arrhythmien begünstigen und liefert zugleich Hinweise auf potenziell wirksame, personalisierte Therapieansätze mit etablierten Antiarrhythmika. Veröffentlicht im European Heart Journal, tragen die Ergebnisse wesentlich zum molekularen Verständnis dieser seltenen, aber lebensbedrohlichen Erkrankung bei.
CRISPR-System hemmt Hepatitis-E-Virus
Ein Team der Ruhr-Universität Bochum zeigt, wie sich das Hepatitis-E-Virus mit modernster CRISPR-Technologie gezielt ausbremsen lässt: In Zellkultur konnte ein RNA-spezifisches CRISPR/Cas13d-System die Virusvermehrung deutlich reduzieren ohne die Wirtszellen zu schädigen. Besonders relevant für die Medizin: Bereits wenige gezielt designte crRNAs reichen aus, um ein breites Spektrum viraler Varianten abzudecken. Die in JHEP Reports veröffentlichten Ergebnisse liefern damit einen vielversprechenden Machbarkeitsnachweis für CRISPR-basierte antivirale Therapien ein Ansatz, der langfristig neue Optionen gegen bislang schwer behandelbare Virusinfektionen wie Hepatitis E eröffnen könnte.